Ulrike Bolenz    PHOTOPLASTICIENNE

 

Motiv - Materie – Schöpfung

 

 

Meine künstlerischen Techniken sind eine symbiotische Verbindung von Fotografie und Malerei auf transluziden organischen und anorganischen Materialien.

 

Die fragmentarischen Darstellungen von sich auflösenden menschlichen Körpern mit eingearbeiteten DNA-Ketten und die Dopplungen rudimentärer, mit Scannerlinien durchzogenen Körper, spiegeln die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, wie das Klonen, die „Mechanisierung“ des Menschen und der Technophilie der modernen Gesellschaft wider.

 

 

Unter Verwendung und Bearbeitung von digitalen Medien in Verbindung mit Malerei, Installation und Skulptur gestaltet ich meine vielschichtigen Arbeiten, in denen ich mich mit Problemen der heutigen Gesellschaft auseinandersetze.

Die künstlerischen Mittel, welche ich einsetze, sind Materialien wie Plexiglas, Aluminium, Stahlund Printmedien, kombiniert mit traditionellen Malmitteln und Arbeitsweisen, wie Öl- und Acrylmalerei oder Zeichnung.

 

 

Künstlerisches Credo von Ulrike Bolenz

 

mit besonderem Bezug auf Kunst-am-Bau-Projekte

 

 

‚Kunst machen’ ist immer eine solitäre Tätigkeit. Sie ist reine Geistesschöpfung von existenzieller Prägung und kann nicht im Lärm einer Fabrikhalle entstehen

Dies bedeutet jedoch nicht , dass ein Künstler  sein Schaffen außerhalb einer Gesellschaft oder fern von politischem Tagesgeschehen oder verschlossen gegenüber wissenschaftlichen Entwicklungen betreibt.

Der wirkliche Künstler ist ein, um Wahrheit aber auch um Schönheit bemühter Einzelkämpfer der gradlinig und kompromisslos seinen individuellen Weg beschreitet. Ist dieser Weg konträr zum bestehenden Kunstmarkt, so unterstreicht dies nur des Künstlers genuinen Willen seine, für ihn charakteristische künstlerische Individualität zu realisieren und sein künstlerisches Wirken als Produkt seiner geistigen Freiheit Marktgegebenheiten und – zwängen nicht zu unterwerfen.

 

Projekte wie ‚Kunst-am-Bau’ sehe ich als ‚Öffentlichkeitsarbeit’ eines Künstlers bei welchen er der Natur seiner Kunst einen großen Rahmen verschaffen kann. Die Verbindung seiner Kunst mit öffentlichem Raum jeder Art verstehe ich als eine Fusion zwischen seiner Individualität, der Konzeption der Schöpfer und Gestalter einer Architektur, der öffentlichen Bedeutung der architektonischen Gegebenheiten  und letztendlich einer künstlerischen Ästhetik, welche sich so aus der intensiven Auseinandersetzung mit dem Projekt ergeben muss.

Als besonders gutes Beispiel für meine oben beschriebene künstlerische Position seien hier zwei Beispiele meiner Kunst-am-Bau-Projekte genannt:  ‚Installation Atrium Maldechem (Höhe 26 Meter)’ und ‚Installation Janssen Farmaceutica/Johnson & Johnson’ (Höhe 16 Meter)

Diese bereits realisierten Projekte reflektieren und unterstreichen explizit die Nutzung, die Idee und die Architektur der Gebäude

 

Bei solchen Projekten interessiert mich die Teamarbeit mit dem, an diesen Projekten Beteiligten. Diese Teamarbeit verstehe ich als schöpferischen Diskussionen kontroverser Positionen, auch unter Einbeziehung Standpunkte der Architekten um gelegentlich auch verschiedene Ideen zu fusionieren.

Die besondere Herausforderung für mich ist dabei meine persönlichen, individuelle künstlerische Positionen zu integrieren um auf das Kunst-am-Bau-Projekte bezogen mit meiner Kunst anzuregen, zu polarisieren und zu unterstreichen. Auch der dekorative und den Betrachter ansprechende Charakter ist selbstverständlich ebenfalls von Bedeutung für mich als Künstlerin.

 

Auf Basis dieses Blickwinkels kann neues und innovatives geschaffen werden unter dem substanziellen Aspekt, dass diese moderne Art des Kunstschaffens sich wesentlich von den früheren Generationen unterscheidet.

 

In der Verbindung zwischen meinem künstlerischem Schaffens und einem Bauwerks, eines Platzes, eines Gebäudes, etc. sehe ich folgende Potential und Möglichkeiten:

 

?    Der Mensch als zentrales Objekt meiner Kunst

?    Schaffung von kontemporärer Kunst welche durch einen soziokulturellen Rahmen ein Bauwerk mitprägt, beeinflusst und dessen Funktion betont.

?    Neue wissenschaftliche Erkenntnisse ( z.B. Klonen, Hybriden, Verbindung Mensch-Maschine, DNA etc.) sind ebenfalls Teil des Inhaltes meiner Kunst und hervorragend für die Gestaltung von Gebäude und Räume geeignet.

?    Vernetzungen, welche nicht geradlinig sondern in alle Richtungen verzweigt in den jeweiligen Raum einbezogen werden. Dabei befasst sich meine Kunst mit der umgebenden Thematik und den umgebenden Menschen

?    Meine Verwendung, Verarbeitung und Bearbeitung von digitalen Medien in Verbindung mit Malerei, Installation und Skulptur ermöglicht eine vielschichtige, gesellschaftsbezogene Auseinandersetzung. Hier sind wissenschaftliche oder historische Ereignisse, politische Themen und eine zeitkritische Auseinandersetzung ebenso gemeint wie das allgemeine Näherbringen vom Menschen an die künstlerische Symbiose von Kunst, Politik und Gesellschaft.

 

Die künstlerischen Mittel, mit welchen ich arbeite sind zeitgemäße, meiner Kunst angemessene moderne und auch industrielle Materialien wie Plexiglas, Aluminium, Stahl und Printmedien kombiniert mit traditionellen Malmitteln und Arbeitsweisen (Öl. Acryl, Zeichnung)

 

Meine Kunstrichtung lässt sich als naturalistisch-abstrakt bezeichnen.